Terror ist keine Naturgewalt


Der Londoner Bürgermeister twitterte vor vielen Monaten, dass Leben mit Terror untrennbar zu einer Großstadt dazugehöre. Natürlich betonte er, dass man sich darauf vorbereiten müsse, die Sicherheit ausbauen usw., doch ein gewisser Defätismus war da schon herauszuhören.

Nach jedem Terroranschlag, ob nun Stockholm oder — höchstdramatisch — Alexandria und Tanta, wird beschworen, dass die Attentäter ihr Ziel nicht erreichen dürften und alle näher zusammenrücken sollten. Aber man ringt sich selten dazu durch, die Dinge beim Namen zu benennen, und gar nicht, offensiv gegen den Terrorismus vorzugehen.

Im Spectator versucht Douglas Murray gar nicht mehr, der Situation neue Seiten abzugewinnen, weil sich doch alles wiederhole. Ebenso, dass man die Motive der Täter ausblende oder wegrede, wie er anhand der Trauerpredigt für die Opfer von London vorexerziert.

Wie man mit entschlossenem Handeln auch andere Ergebnisse erzielen kann, das kann man nun in Spanien sehen. Dort streckte die baskische Terrororganisation ETA die Waffen: Sie legte ihre letzten Waffenlager offen (zumindest behauptet sie das), ohne dafür eine Generalamnestie erwarten zu dürfen. Durch gründliche Polizei- und Geheimdienstarbeit und internationale Kooperation konnten große Fahndungserfolge erzielt werden; die Finanzquellen der ETA konnten nahezu trockengelegt werden; die Justiz konnte auf Grund entsprechender Regelungen auch die Infrastruktur der ETA zerschlagen.

Nun war der Kampf gegen die ETA nicht einfach, hat lange gedauert und viele Opfer erfordert. Doch offenbar muss man Terror doch nicht einfach als Naturgewalt hinnehmen.

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