Pfingsten: Der Geist wirkt


Fr. Juan Bautista Maíno: Pfingsten. © Museo Nacional del Prado

Fr. Juan Bautista Maíno: Pfingsten. © Museo Nacional del Prado

Das Pfingstfest ist ein wahrhaft wunderbares Ereignis: Zehn Tage, nachdem Christus in den Himmel aufgestiegen ist, um als unser Beistand im Himmel zu sein, senkt sich nun der von Christus verheißene Beistand auf Erden auf die Apostel herab. Und zwar nicht still und heimlich, sondern mit einem Knalleffekt. Die zu Schawuot versammelten Gläubigen, die aus den verschiedenen Teilen der hellenistischen Welt nach Jerusalem geströmt waren, hörten die Apostel in ihrer jeweiligen Muttersprache von Jesu Auferstehung predigen, wie die Apostelgeschichte anschaulich erzählt.

Dieses Ereignis stellt den eigentlichen Beginn der Apostelgeschichte dar, in dem sie die zu Christi Himmelfahrt empfangene Sendung nun in die Tat umsetzen können. Und damit ergibt sich schon etwas, das den Geist auszeichnet: Was er bewirkt, ist sehr oft sinnfällig und erkennbar. Daher ist das Konzept des Heiligen Geistes auch schon im Judentum angelegt, wenn es auch theologisch ganz anders erfüllt ist. Schon im Altertum war das Wirken des Geistes vielen aufgefallen. Vielleicht hat sich mancher fromme Jude zu Pfingsten daher auch gedacht: „Der Geist weht, wo er will.“ Das merken wir immer wieder — vielleicht mit ähnlicher Überraschung — auch heute. Aber nicht überall, wo man ihn will, weht er auch.

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