Eulenzauber


Vor vielen Jahren habe ich Alan Garners „Eulenzauber“ gelesen, eine Paraphrase auf den vierten Zweig des alten walisischen Epos Mabinogion im Wales der Gegenwart. Der Gegenwart der Sechziger Jahre. Da war von Harry Potter und seinen modernen Epigonen noch keine Rede, und das merkt man dem Buch wohltuend an.

Geradezu dürr erzählt es von drei Jugendlichen, dem Mädchen Alison, ihrem Stiefbruder Roger und dem Sohn der Köchin, Gwyn, die für den Sommer in einem walisisches Tal zusammenkommen. Ein rätselhaftes Geschirrservice steht am Beginn einer Kette von Ereignissen, bei der sich Gegenwart und mythische Vergangenheit auf bedrohliche Weise vermischen.

Alan Garner wurde für diesen Roman mit der Carnegie Medal für das beste Kinderbuch eines britischen Autors ausgezeichnet, ebenso mit dem Guardian Children’s Fiction Prize.

Aber in der besten Tradition britischer Jugendliteratur ist dieses Werk nicht bloß für Pubertierende interessant, sondern auch für Erwachsene. Das Hereinbrechen der walisischen Mythen in die Realität ist völlig glaubwürdig geschildert, und macht zudem neugierig auf die übrigen Erzählungen aus dem Mabinogion. Auch nach vielen Jahren: Leseempfehlung.

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