Lauda Sion

Fronleichnam ist eines von fünf katholischen Festen, bei denen zwischen zweiter Lesung und Halleluja-Ruf eine „Sequenz“ eingeschoben wird, in diesem Fall ein Gedicht des hl. Thomas von Aquin, das versucht, das Mysterium der Eucharistie fassbar zu machen, aber auch die Freude der Gläubigen über diese sichtbare Zuwendung Gottes.

„Lauda Sion“ beginnt das Gedicht, dass auch in einer gereimten deutschen Nachdichtung unter dem Titel „Deinem Heiland, deinem Lehrer“ bekannt ist. Der lateinische Text und die deutsche Nachdichtung sind bei Wikipedia anschaulich nebeneinander dargestellt.

„Lobe, Zion!“ Über 1200 Jahre waren seit Jesu Wirken und Tod schon vergangen, als Thomas von Aquin diesen Text schrieb, und doch war ihm die Verwurzelung des Christentums im Judentum so klar und gegenwärtig, dass er den Hymnus mit diesem alttestamentarischen Gruß eröffnet hat. Auch das Opfer Isaaks und das Paschalamm werden als prophetische Bilder von Jesu Tod und Auferstehung erwähnt. Jesus selbst vergleicht sich mit dem Manna in der Wüste, mit dem die Israeliten beim Exodus genährt wurden, und so wird auch dieser Vergleich von Thomas aufgegriffen.

Der spanische Renaissance-Komponist Tomás Luis de Victoria hat fünf Abschnitte der Sequenz doppelchörig vertont. Wunderbare, duftige kontemplative Musik:

Der Komponist wählte dazu die folgenden Abschnitte aus Lauda Sion, die den musikalischen Dialog der Chöre mit besonderem Sinn erfüllen:

Originaltext Deutsch (Schott 1962)
Lauda Sion Salvatorem Deinen Heiland, Sion, preise,
ducem et pastorem lobe Ihn in Wort und Weise,
in hymnis canticis der dir Hirt und Führer ist.
Quantum potes tantum aude Was du kannst, das sollst du wagen;
quia major omni laude Ihm gebührend Lob zu sagen,
nec laudara sufficis man vergebens sich vermißt.
Sit laus plena, sit sonora, Lob erschalle, Lob ertöne,
sit jucunda, sit decora Gott genehm, voll hoher Schöne,
mentis jubilatio Sei des Herzens Jubellaut.
quod non capis, quod non vides, Sehen kannst du’s nicht, noch fassen;
animosa firmat fides, Starker Glaube wird’s nicht lassen
praeter rerum ordinem. trotz Natur und Augenschein.
Bone Pastor, panis vere, Guter Hirt, du wahre Speise,
Jesu nostri miserere, Dich barmherzig uns erweise;
to nos pascre, nos tuere Nähre uns auf unsrer Reise;
tu nos bona fac videre Deine Güter, Jesu, weise
in terra viventium. uns im wahren Lebensland.
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Antonio Salieri: Ein paar Streifzüge in die „Schule der Eifersucht“

Antonio Salieri wird als bedeutender Meister der Musikerziehung, aus dessen Unterricht viele berühmte Komponisten und Sänger hervorgingen — man denke nur an Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Giacomo Meyerbeer oder auch Catarina Cavalieri — sehr geschätzt. Es war ihm eben nicht bloß eine Gelegenheit, sein Salär aufzubessern, sondern ein echtes Anliegen, wie sich auch in seinem späteren Engagement für die Gründung eines Musikkonservatoriums in Wien zeigte.

Doch das wäre alles nicht möglich gewesen, hätte er sich nicht zuvor schon einen glänzenden Ruf als Komponist erarbeitet. Einige Beispiele dafür konnte man in letzter Zeit wieder hören. Vor allem seine komischen Opern werden wieder entdeckt.

So spielte das Wiener „Theater an der Wien“ vor kurzem seinen Falstaff. Bereits 2015 erarbeitete Werner Ehrhardt mit „L’arte del mondo“ das erfolgreiche Dramma giocoso La scuola de’ gelosi, die „Schule der Eifersüchtigen“, wie es auf Deutsch genannt wurde, in einer konzertanten Fassung, die auch auf CD erhältlich ist. Hier die Sinfonia, sprich: die Opernovertüre, gespielt von „L’arte del mondo“:

Wie es in Barock und Klassik gang und gäbe war, wurde auch diese Oper je nach Aufführungsort und vorhandenem Ensembe adaptiert und einzelne Nummern geändert. Das schwungvolle Stück wurde in Venedig uraufgeführt, aber für Aufführungsserien in Wien umgearbeitet. Für Änderungen des Librettos — ursprünglich von Caterino Mazzolà — zeichnete in Wien wahrscheinlich Lorenzo da Ponte verantwortlich. Ein Amalgam der verschiedenen Wiener Fassungen zeigt derzeit die Kammeroper in Wien. Die Chancen auf eine spätere Veröffentlichung auf Video stehen ziemlich gut.

Cecilia Bartoli hat die Arie Ah sia gia de‘ miei sospiri der Wiener Fassung eingespielt — ein bewegtes Stück einer betrogenen, aber hoffenden Ehegattin. Dass sich ein solches Stück nahtlos in den Rahmen einer komischen Oper einfügt, ist der Meisterschaft Salieris geschuldet.

Die Oper ist zudem für ein bezauberndes Quintett berühmt, das von keinem geringerem als Johann Wolfgang von Goethe als „anbetungswürdig“ bezeichnet wurde und Adolph Freiherr Knigge in höchsten Tönen lobte: „Harmonie, ohne Schwulst, mit klarem, reinen Gesange verbunden, Kunst mit Klarheit und Deutlichkeit und eine eigene Instrumentalbegleitung, die sich ganz von den Singstimmen entfernt, aber doch dieselben mehr erhebt als verdunkelt, finden wir hier vereint, und in ein meisterhaftes Ganzes verwebt. Dies Quintett ist mehr wert, als hundert ohne Sinn Ausdruck und Leben, auch nach den strengsten Regeln ängstlich hingeschriebene Fugen.“

In diesem Quintett — Ah la rabbia mi divora — vermischen sich auf komische Weise die verschiedenen Intrigen, die von den Protagonisten gesponnen werden. So gibt sich der eifersüchtige Ehemann gut gelaunt, als ob er eine Geliebte hätte („la lan la“), der umtriebige Graf versucht mit einem Kartenspiel die Gattin des Eifersüchtigen zu verführen, die das Spiel ihrerseits zur Bestrafung des eifersüchtigen Gatten mitspielt. Die Gräfin wiederum gibt sich gleichgültig ob der Untreue des Grafen, um ihn selbst eifersüchtig zu machen. Und der alle Intrigen koordinierende Leutnant kommentiert und greift immer wieder ein. Ein herrlicher Spaß, wieder in der Aufnahme von „L’arte del mondo“:

Das Autograph dieses Quintetts kann man übrigens digitalisiert einsehen.

Im Dezember 2016 konnte man die Oper übrigens erstmals in moderner Zeit tatsächlich auf der Bühne sehen, mit Kostümen, Dekoration und Regie. Jacopo Cacco und Giovanni Battista Rigon transkribierten dazu das Autograph aus der Österreichischen Nationalbibliothek. Es spielten die Virtuosi Italiani unter Rigon, Regie führte Italo Nunziata. Es existiert offenbar ein Mitschnitt, mit einer Veröffentlichung ist wohl zu rechnen. Hier eine Arie des Leutnants, gesungen von Manuel Amati, die in Wien ersetzt wurde:

Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn

Eskapismus ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Gerade, wenn alles nicht so rund läuft, sind ein paar Glücksgefühle bitter notwendig, damit man das Leben weiter meistern kann. Ein Lied, das sich mit der Balance zwischen Eskapismus und Realität auf eigene Art beschäftigt, ist „Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn“ aus dem deutschen Spielfilm „Glückskinder“.

In der folgenden Szene tanzen und singen Lilian Harvey und Willy Fritsch, das Traumpaar des deutschen Films der Dreißiger Jahre, mit Paul Kemp und Oskar Sima, in einer spritzigen Nummer, in der es nicht nur um Hendln, sondern sogar um Gleichberechtigung, Mickey Mouse und Clark Gable geht.

„Glückskinder“ ist der gelungene Versuch einer deutschen Screwball-Komödie, die sich an den Hollywood-Streifen (Fünffacher Oscargewinner!) „Es geschah in einer Nacht“ anlehnt — und diese Anlehnung selbst humorvoll zur Schau stellt. So wird im Film zweimal Clark Gable bemüht, der ja der Hauptdarsteller von „Es geschah in einer Nacht“ war. Mehr zum Film kann man bei der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung lesen, die erst kürzlich eine sorgsam restaurierte Fassung von „Glückskinder“ veröffentlicht hat.

Der Film ist einer der letzten Ausläufer des beschwingten, mitunter auch frechen Tonfilms der Weimarer Republik. Obwohl viele der erfolgreichen deutschen Komponisten 1936, im Entstehungsjahr des Films, bereits von den Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt waren oder emigrieren mussten, konnte mit Peter Kreuder ein Tonkünstler verpflichtet werden, der echte Ohrwürmer für den Film schrieb. (Er emigrierte 1940 ebenfalls; 1942 wurde er zur Rückkehr gezwungen.)

Ein paar Takte Rostropowitsch

Vorgestern, am 27. März, hätte der große Cellist, Dirigent, Komponist und noch vieles mehr Mstislaw Rostopowitsch seinen 90. Geburtstag gefeiert, Ende April ist sein 10. Todestag. In diesem Artikel zu seinem 80. Geburtstag in der Welt erfährt man mehr über diesen mutigen Musiker, der z.B. Alexander Solschenizyn Unterschlupf gewährte, als dieser vom Sowjet-Regime heftigen Repressalien ausgesetzt war.

Rostropowitsch wird übereinstimmend als einer der größten Cellisten bezeichnet, der noch dazu ein weites Repertoire von der Klassik bis zur Avantgarde des 20. Jahrhunderts erforschte, beherrschte und zum Teil erst schuf: Viele Komponisten widmeten ihm eigene Cello-Stücke, in denen dieses ausdrucksstarke Instrument seine Saiten ausspielen konnte.

Statt großer Worte lasse ich aber lieber Rostropowitsch selber sprechen: In Tschaikowskys Variationen über ein Rokoko-Thema mit Benjamin Britten (!) als Dirigenten.

Rostropowitsch war übrigens durchaus selbstkritisch. So hörte er auf, Elgars Cellokonzert zu spielen, als er Jacqueline du Prés Interpretation hörte: Nach eigener Einschätzung konnte sie es viel besser spielen, da sie den richtigen Zugang gefunden hätte.

Heil’ges Kreuz reloaded

Seit Pflanzung des Hollerbuschs habe ich über 1.600 Blogeinträge verfasst. Dabei entdecke ich selbst immer wieder etwas Neues, wenn ich die alten Einträge durchstöbere. Oder andere entdecken es für mich. Diesmal hat mich die Blogstatistik darauf gestoßen, dass viele Menschen gerade in der Fastenzeit meinen alten Eintrag zum Volksmissionslied „Heil’ges Kreuz, sei hoch verehret“ aufsuchen, den ich selbst längst vergessen habe. Im Wesentlichen war dort der Text des Liedes zu finden.

Wie ich seit kurzem weiß, lautete das Lied ursprünglich ein wenig anders: Der Liedtext war um zwei Strophen länger, einige Wendungen unterscheiden sich deutlich und der Refrain bestand ursprünglich nur aus zwei Zeilen, die wiederholt wurden. Wer selbst vergleichen will, kann jetzt beide Liedfassungen hier in der ausgebauten Version des Eintrags lesen.

Georg Christoph Wagenseil: Zum 240. Todestag des Komponisten

Georg Christoph Wagenseil starb vor 240 Jahren am 1. März 1777 in Wien. Er war zu Lebzeiten ein überaus geschätzter Komponist; mit des Wiederentdeckung der Musik des Barocks und Rokoko in den letzten Jahrzehnten kehren auch seine Werke ab und zu in den Konzertsaal zurück. Hier z.B. eine spritzige Symphonie in G-Dur:

Wie das Österreichische Musiklexikon berichtet, war der 1717 geborene Wagenseil Schüler beim langjährigen Organisten der Wiener Michaelerkirche, Johann Adam Wöger, bei Matteo Palotta, einem italienischstämmigen Komponisten vorwiegend geistlicher Musik, und beim damaligen Titanen der Wiener Musik, Hofkapellmeister Johann Joseph Fux. Fux war auch einer der führenden Musiktheoretiker seiner Zeit; sein Lehrbuch „Gradus ad Parnassum“ wird auch heute gelesen und rezipiert.

Die gute Ausbildung machte sich bezahlt. 1739 wurde er Hofkomponist, bald unterrichtete er auch die Kinder Maria Theresias; damals gehörte zum guten Klavierunterricht immer auch eine Schulung in Improvisation und etwas Kompositionslehre. Für diese Kombination war er prädestiniert. Er wirkte als Lehrer vieler aufstrebender Musiker, und andere verwendeten seine Werke zum Unterricht. So Leopold Mozart, der z.B. in Nannerls Notenbuch ein Scherzo von Wagenseil aufgenommen hat, und auch sonst Stücke des Hofkomponisten üben ließ.

Daher konnte der kleine Wolfgang Amadeus Mozart bei seinem Auftritt vor Kaiserin Maria Theresia1 ein Stück von Wagenseil vorspielen, und der Komponist selbst half dem Knaben beim Umblättern der Seiten. Auch in London spielte der kleine Mozart Musik von Wagenseil bei seinem Auftritt vor dem König.

Auf Grund fortschreitender Gicht musste Wagenseil sich 1764 aus den Hofdiensten zurückziehen, wobei er aber weiter eine großzügige Dotation erhielt. Er blieb bis zum Tode musikalisch und pädagogisch aktiv, sofern es eben seine Erkrankung zuließ.

Als Hofkomponist konnte er sein Können an einer große Bandbreite von Musikstücken beweisen, von intimen Triosonaten bis zu Opern, von der Klaviersonate bis zu 100 Symphonien2, auch Kantaten und Messen durften nicht fehlen. Leider ist der Großteil seiner Werke nie gedruckt worden. Einiges kann man hier bei IMSLP entdecken.

Zum Ausklang noch ein Streichtrio von Wagenseil, das doch ganz anders als die obige Symphonie daherkommt:


  1. Für die Besserwisser: Sie selbst ließ sich auf Inschriften nach der Kaiserkrönung ihres Gatten als Imperatrix, „Kaiserin“, bezeichnen (So z.B. auf der Umschrift des Maria-Theresien-Talers). Also dürfen wir es ruhig auch. 
  2. Die Zahl variiert je nach Beurteilung zweifelhafter bzw. zugeschriebener Symphonien. 

Lichtmess: Der Greis trug den Knaben; der Knabe aber lenkte den Greis

Seite aus einem Missale. Druck: Franz Renner, Venedig 1481.

Seite aus einem Missale. Druck: Franz Renner, Venedig 1481.

Am 2. Februar wird in der Kirche ein Fest gefeiert, das traditionell „Maria Lichtmess“ genannt wird und zwei Festgeheimnisse kennt: die „Darstellung des Herrn“ im Tempel und die „Reinigung Mariens“, beides Handlungen, die durch das jüdische Gesetz vorgeschrieben waren.

Eine kurze Zusammenfassung des Inhalts des Festtags habe ich hier schon einmal versucht. Wunderbar auch die Lichtmesspredigt des Beda Venerabilis, deren Thema in vielen Predigten zu Lichtmess variiert wurde: Die makellose Mutter geht zur Reinigung, der Quell der Heiligkeit selbst lässt sich im Tempel präsentieren. Beide unterwerfen sich demütig dem Gesetz.

Früher war an diesem Fest ein Graduale vorgesehen, also ein Gesang nach der Lesung, in dem an diesem Tag der Eröffnungsvers wieder aufgenommen und erweitert wurde. Die im Introitus verwendeten Verse 10 und 11 aus Psalm 47 werden durch Vers 9 und einen zusammenfassenden Vers zur Begegnung mit Simeon ergänzt1, in der Praxis vieler Jahrhunderte ist es dabei mit dem folgenden Halleluja und einer Sequenz verschmolzen:

Missale Romanum Übersetzung
Suscepimus Deus misericordiam tuam in medio templi tui. secundum nomen tuum Deus ita et laus tua in fines terræ. Wir haben, Gott, Deine Barmherzigkeit inmitten Deines Tempels auf uns genommen. Entsprechend Deinem Namen, Gott, so ist auch Dein Lob bis an die Enden der Erde.
Sicut audivimus, ita et vidimus in civitate Dei nostri, in monte sancto eius. So, wie wir gehört haben, so haben wir es auch gesehen in der Stadt unseres Gottes, auf seinem heiligen Berg.
Alleluia, alleluia! Halleluja, halleluja!
Senex Puerum portabat; puer autem senem regebat. Der Greis trug den Knaben; der Knabe aber lenkte den Greis.
Alleluia! Halleluja!
Post Partum Virgo inviolata permansisti. Dei Genitrix, intercede pro nobis. Nach der Geburt bleibst Du unversehrte Jungfrau. Mutter Gottes, bitte für uns!

„Der Greis trug den Knaben; der Knabe aber lenkte den Greis.“ Wieder eine der scheinbaren Paradoxien dieses Festes! Ein kleines, mehrere Wochen altes Kind, völlig angewiesen auf die sorgenden Eltern, das sogar ein hochbetagter Mensch wie Simeon ohne Probleme halten könnte, ist das Heil, auf das er sein Leben lang gewartet hat. Ein kleines Kind, in dessen Hand aber die Welt ist.

Diesen wunderbaren Vers gibt es in einer leicht erweiterten Fassung und geänderten als eigene Antiphon, hier in einer Fassung von Tomás Luis de Victoria:

Für Freunde alter Musik: Vor einigen Jahre habe ich zu Maria Lichtmess die Antiphon Adorna thalamum tuum besprochen, die zur Kerzenprozession gesungen wurde.


  1. Ich folge hier dem Missale, das 1481 von Franz Renner in Venedig gedruckt wurde und hier einzusehen ist. Der Text ist aber noch im Missale von 1962 bis auf den letzten Vers gleich. Mit der Liturgiereform des Tridentinums wurden nämlich die meisten Sequenzen entfernt.